electronic-cash: ec-Karte mit Geheimzahl über Magnetstreifen

Die Eurochequekarte kann auf verschiedene Arten abgerechnet werden, die alle Vor- und Nachteile haben.

electronic-cash ist das von der deutschen Kreditwirtschaft bevorzugte Verfahren. Der Kunde gibt seine Geheimzahl ein und muß nicht mehr unterschreiben. Jede Zahlung wird auf Kartensperre, Überschreiten des täglichen / wöchentlichen Verfügungsrahmens und die Geheimzahl (PIN) geprüft. Dabei wird entweder der Chip auf der Karte oder - falls der Chip nicht funktioniert - ersatzweise der Magnetstreifen ausgelesen.

Der Händler bezahlt für die Nutzung des electronic-cash Systems 0,3%, mindestens jedoch 0,08 € (Tankstellen haben Sonderkonditionen) vom Umsatz an die Kreditwirtschaft, die dafür eine Zahlungsgarantie gewährt.

electronic-cash ist das einzige Verfahren (neben der Geldkarte), das eine offizielle Zahlungsgarantie der deutschen Kreditwirtschaft bietet.

Der Verfügungsrahmen ist von Bank zu Bank unterschiedlich; meist werden jedoch 2.000,- € je Tag eingeräumt.

Die Autorisierungsgebühren werden über den Netzbetreiber einmal monatlich, meist gemeinsam mit der Rechnung für den Netzbetrieb, abgerechnet. Der Netzbetreiber muß diese Entgelte sofort mit der Kreditwirtschaft abrechnen.

electronic-cash offline: ec-Karte mit Geheimzahl über Chip
Bisher wurden alle electronic-cash Zahlungen online, d.h. mit Verbindungsaufbau zu LAVEGO und weiter zur Autorisierungszentrale der jeweiligen Bankengruppe, durchgeführt. Dort erfolgte die Prüfung auf Geheimzahl, Verfügungsrahmen und Sperrliste (verloren gemeldete und gesperrte Karten). Genutzt wurde der Magnetstreifen, auf dem Bankleitzahl und Kontonummer frei zugänglich sind.

Das "neue" Offline-ec-cash wurde im 4. Quartal 1998 als zweite Applikation (Programm) neben der Geldkarte auf den neuen ec-Karten mit Chip freigeschaltet. Die Software ermöglicht es, Zahlungen von derzeit bis zu 1.000,- € ohne Verbindungsaufbau abzuwickeln. Die Kommunikationskosten entfallen meist und die Buchung kann gerade in Verbindung mit den neuen Terminalmodellen von LAVEGO sehr schnell abgewickelt. werden.

ELV: ec-Karte mit Unterschrift ohne Prüfung
Das elektronische Lastschriftverfahren ist eine preiswerte Alternative zu electronic-cash, wenn Stammkunden oder kleinere Beträge mit der ec-Karte abgerechnet werden sollen.

ELV zieht keine Kommunikationskosten nach sich, da keine Verbindung zum Rechenzentrum von LAVEGO aufgebaut werden muß.

Aufgrund der fehlenden Zahlungsgarantie von Seiten der Kreditwirtschaft fallen auch die bei ec-cash üblichen 0,3% Autorisierungsgebühren nicht an. Dafür erfolgt die Zahlung auf Eigenrisiko des Händlers.

Bei ELV wird nur der Magnetstreifen der ec-Karte gelesen und gemeinsam mit dem Bezahlbetrag im Terminal gespeichert. Es erfolgt keine online-Prüfung, was Kosten spart, die Sicherheit aber stark senkt.

Die Daten bleiben so lange im Gerät gespeichert, bis entweder der Kassenabschluß oder die nächste Online-Buchung durchgeführt wird. Dann schickt das Terminal die gespeicherten Zahlungen zur Verarbeitung zu LAVEGO.







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